Weniger Aktionen mit Schweinefleisch im Einzelhandel

(AMI) In der 2. Jahreshälfte 2017 waren 41 % der beworbenen Artikel für Fleisch und Geflügel der Kategorie Schweinefleisch zuzuordnen. Auch wenn dies nach wie vor der mit Abstand größte Anteil ist, lag dieser im Vergleichszeitraum 2016 doch mehr als 2 Prozentpunkte höher. Der Lebensmitteleinzelhandel reagiert damit zunehmend auf die Bedürfnisse der Kunden, die seit einigen Jahren immer mehr in Richtung Geflügelfleisch umschwenken. Hier ist der Anteil der Werbeanstöße alleine innerhalb eines Jahres um mehr als 1 Prozentpunkt angestiegen. Auch Rindfleisch findet sich vermehrt in der Werbung und belegt aktuell nach Schweinefleisch den 2. Platz. Gerade hochpreisige und edlere Teilstücke werden hier gerne beworben, aber auch Hackfleisch findet sich immer wieder unter den Aktionen.

PRIVATE NACHFRAGE NACH SCHWEINEFLEISCH WEITER RÜCKLÄUFIG
Neben den Rückgängen bei den Werbeanstößen zeigt auch die private Nachfrage einen klaren Trend auf. So ging etwa die Menge an erworbenem Schweinefleisch von Januar bis Oktober 2017 um rund 7 % zurück. Hier profitiert insbesondere Rind von dieser Entwicklung, doch auch Geflügel wird verstärkt geordert. Als Gründe werden zumeist die negative Berichterstattung bei Schweinefleisch sowie die sich verändernde Altersstruktur und eine Zunahme der Außer-Haus-Verpflegung genannt. Rindfleisch hat in der Öffentlichkeit häufig einen besseren Ruf und wird auch verstärkt in Kantinen angeboten. Zusätzlich reagiert der Lebensmitteleinzelhandel mit Anpassungen der Werbeaktionen und beschleunigt die Entwicklung dadurch sogar noch zusätzlich.