Mythen in der Hundeernährung

Flohfrei durch Knoblauch: Knoblauch vertreibt Flöhe und Zecken. Fakt ist: die Knollen helfen nicht gegen die lästigen Plagegeister und können für Hunde gesundheitsschädlich sein. Bestimmte Inhaltsstoffe lassen die roten Blutkörperchen platzen, bereits eine Gabe von 2 Gramm Knoblauch pro Tag kann schädlich sein. Den Hund einmal täglich füttern: Nichts spricht dagegen die tägliche Futterration auf zwei Rationen zu verteilen. Gerade verfressene Hunde sind wesentlich zufriedener, wenn sie eine Haupt- und eine Nebenmahlzeit erhalten. Dabei muss die Nebenmahlzeit nicht immer zur gleichen Zeit gereicht werden – so bleibt der Hund auch gelassen, wenn sein Napf mal nicht überpünktlich gefüllt ist. Ein Fastentag pro Woche: In der Natur haben Rudel regelmäßig Fastenzeiten, zumindest was die Fleischration betrifft. An fleischlosen Tagen greifen die Tiere auf andere Nahrungsquellen zurück. Ein optimal ernährter Hund ist nicht zu dick und braucht bei ausgewogener Ernährung nicht zu fasten. Fastentag bei Magen-Darm-Problemen: Je nach Erkrankung kann es durchaus sinnvoll sein, den Napf einen Tag leer zu lassen – das schont den Magen. Der Tierarzt wird, je nach Befund, dazu raten einen Tag zu fasten oder Schonkost zu füttern. Oft entscheidet der Patient auch selbst und rührt sein Futter erst gar nicht an. Großrassige Junghunde brauchen besonders viel Kalzium: Wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis an Kalzium, zu viel birgt genau die gesundheitlichen Risiken, die man eigentlich verhindern will. Zu viel Kalzium vermindert die Aufnahme anderer, wichtiger Nährstoffe. Gerade Junghunde können zu hohe Kalziumgaben noch nicht Absorbieren – gestörte Knorpelbildung, verdickte Gelenke und Knochendeformationen kann eine solche kontraproduktive Ernährung mit sich bringen. Knochen knabbern für gesunde Zähne: Vielen Hunden beschert die Fütterung von rohen oder gekochten Knochen Verdauungsprobleme. Kauknochen aus Rinderhaut oder ähnlichem, tun den Zähnen genauso gut. Auf keinen Fall sollte der Hund splitternde Hühnerknochen bekommen, diese können schwerste Verletzungen verursachen. Sauerkraut bei verschluckten spitzen Gegenständen: Wenn sich Sauerkraut wirklich um einen verschluckten Fremdkörper legt und diesen auf natürlichem Weg wieder ans Tageslicht befördert, ist das vermutlich ein reiner Glückstreffer. Lange herum experimentieren sollte man lieber nicht – am besten, man stellt den Patient gleich dem Tierarzt vor. Der Hund ist ein reiner Fleischfresser: Von Wölfen weiß man, dass sie Spurenelemente und Vitamine auch über pflanzliche Nahrung zu sich nehmen – Wildobst und Gräser stehen mit auf ihrem Speiseplan. Nicht anders sieht die optimale Ernährung unserer Haushunde aus. Der Hund braucht vor allem leicht verdauliches Eiweiß, was in Muskelfleisch, Leber, Ei und Milchprodukten enthalten ist.

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