Schneefressende Hunde

Wenn Schnee gefallen ist, sind vor allem junge Hunde schier aus dem Häuschen. Sie tollen darin herum und sprühen vor Lebensfreude. Diese weiße Pracht ist für sie ganz ungewohnt, erscheint ihnen aber nicht bedrohlich und wird daher als willkommenes Spielgerät betrachtet. Nach guter Hundeart leckt man auch daran, beißt hinein und schluckt ein paar Bissen herunter. Wer wollte ihnen das verübeln, gibt es doch kaum ein Kind, das nicht sehr gerne Eis lutschen mag. Doch manche Hunde gebärden sich so närrisch, dass sie Schnee in größeren Mengen herunterschlucken. Da rebelliert der Magen! Viele Hunde erbrechen dann recht schnell - das ist zunächst einmal nicht schlimm, sondern verhindert weitere Komplikationen. Allerdings nimmt mancher Hundemagen die eisige Überraschung auch nachdrücklich übel. Es kommt zu einer Magenschleimhautentzündung, die einige Tage anhalten kann. Der Hund erbricht dann mehrfach und verliert dabei größere Flüssigkeitsmengen mit verschiedenen Salzen. Was ist zu tun? Kochen Sie dem Patienten Fleischbrühe aus einem Suppenwürfel und verabreichen Sie sie ihm lauwarm. Das enthaltene Salz und die Flüssigkeit helfen. Wenn er die Brühe zumindest ein Stündchen bei sich behält, wurde damit die Heilung eingeleitet. Wird sie aber postwendend erbrochen, muss der Tierarzt helfen. Er wird eine Salzlösung injizieren und krampflösende Mittel spritzen oder als Zäpfchen zuführen. Diese so genannte "Schneegastritis" ist kein Drama, muss aber behandelt werden, um ernsthaftere Schäden zu vermeiden. Und wie kann man dem Hund das Schneefressen abgewöhnen? Es wäre grausam, ihn im Haus zu halten. Vielleicht hilft ein entschlossenes "Pfui!", wenn er herein beißt, um seine Leidenschaft zumindest etwas einzudämmen.