Achtung bei der Spielzeugwahl

Das zentrale Kriterium bei der Spielzeugbewertung ist der Schutz, das heißt, das Spielzeug darf weder den Halter noch das Tier verletzen oder gar schlimmer schädigen. Wichtigster Punkt ist daher - da sind sich auch so ziemlich alle Anbieter einig - Material und Verarbeitung: das Spielzeug darf nicht gesundheitsschädlich sein. In Frage kommen Naturmaterialien, Kunststoffe und Kombinationen daraus (z. B. Gummi, Latex, Baumwolle). Das Material darf bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine Gefahrenquelle für Mensch und Tier sein. Vinylprodukte sind nicht ganz unkritisch, da hier PVC mit Weichmachern zusammengebracht wird, die nach Abbeißen und Verschlucken durch den Magensaft aufgelöst werden und spitze Plastikkristalle hinterlassen. Latex dagegen ist unbedenklich, da die Füllstoffe zur Verfestigung meistens auf unschädlichem Calciumcarbonat basieren. Die Haltbarkeit und Alltagstauglichkeit muss ebenfalls gegeben sein, das bedeutet keine scharfen Kanten, Ränder und Materialübergänge oder leichte Zerstörbarkeit. Spielen ist für Hund und Katze wichtig. Vor allem für Tiere, die hauptsächlich in der Wohnung gehalten werden, bringt es die notwendige Bewegung. Auf dem einzelnen Spielzeug sollte vermerkt sein, für welche Größenklassen es geeignet ist. Bei einigen Materialien (z. B. Vinyl) bestehe die Gefahr der Vergiftung und der Verletzung beim Zerbeißen von einzelnen Teilen. Auch von Katzenspielzeug könne durch Draht-, Glas-, Metall oder Kunststoffteile in Fell-Spielzeug eine Verletzungsgefahr ausgehen. Grundsätzlich sollte das Tier mit dem Spielzeug nie allein gelassen werden, der Halter sollte beim Spiel zumindest in der Nähe sein. Spielzeuge sollten immer ein wenig größer als die Maulöffnung sein, damit sie nicht als "Ganzes" verschluckt werden können. Oft macht der Endverbraucher den Fehler für seinen Golden Retriever eine Ballgröße zu kaufen, die eigentlich für einen Zwergschnauzer geeignet ist, denn der ist vielleicht etwas günstiger als ein Ball in der passenden Größe.