Darauf sollte man achten

In einen Offenstall muss für alle Pferde genügend Platz vorhanden sein. Sonst kommt es zu unnötigen Auseinandersetzungen und ältere und rangniedrige Pferde werden endlos umhergescheucht und kommen nie zur Ruhe. Um dem entgegenzuwirken muss zudem jeder Funktionsbereich über mindestens zwei Zugänge verfügen. Bewährt haben sich auch Raumteiler, die rangniederen Tieren Rückzugsmöglichkeiten bieten. Kein Winkel im Stall sollte kleiner als 90° sein, damit kein Tier von einem anderen in die Enge getrieben werden kann. Zu jedem Offenstall gehört ein befestigter Bereich. Normaler Grasboden verwandelt sich in unseren Breitengraden während des Winterhalbjahrs oder bei anhaltendem Regenwetter recht schnell in ein Schlammloch. Es ist von Vorteil, wenn sich der Fressbereich nicht unmittelbar neben dem Liegebereich befindet und der Weg dorthin und wieder hinaus auch nicht durch den Liegebereich führt. Der Liegebereich bleibt so sauberer. Wie wir auch, bewegen sich Pferde meist nicht mehr als nötig. Wenn Futter, Wasser und Liegebereich nahe beieinander liegen, bewegen sich die Pferde nicht allzu sehr; auch wenn sie viel Platz zur Verfügung hätten. Ihr Körper ist aber auf ständige Bewegung ausgerichtet; In der freien Natur legen Pferde täglich mehrere Kilometer zurück beim Grasen und um zur nächsten Wasserstelle zu gelangen. Die Pferde sollten deshalb im Offenstall möglichst zu ständiger Bewegung gezwungen sein, in dem man die verschiedenen Funktionsbereiche weit voneinander trennt. Robustpferde bilden eine natürliche Schutzschicht aus Talg im Fell. Sie sorgt dafür, dass Feuchtigkeit von außen nicht bis zur Haut durchdringt. Übergründliches Putzen und v. a. Waschen zerstört diese Schicht. Sattel- und Gurtlage sowie die Stellen, an denen der Zaum aufliegt müssen aber auf jeden Fall pieksauber sein, damit keine Druck- und Schauerstellen entstehen. Besonderes Augenmerk gilt bei der Gruppenhaltung immer der Gruppenzusammenstellung. Die Pferde sollten sich weitgehend vertragen, da ansonsten ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht und die Tiere unter Stress stehen.

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